Bei der mechanischen Uhr wird die Kraft des Antriebes (Federkraft) über ein Räderwerk zu einem Schwinger geleitet, der die Ablaufgeschwindigkeit des Räderwerkes steuert und somit die Geschwindigkeit der Zeiger. Wir unterscheiden zwischen einer Uhr mit Handaufzug und einer Uhr mit automatischem Aufzug.
HANDAUFZUGSUHR
Die Uhr sollte mindestens einmal täglich aufgezogen werden. Bei Vollaufzug läuft die Uhr ca. 2 Tage. Heute verwendet man Handaufzugswerke bei sehr flachen Armbanduhren oder der preiswerten mechanischen Uhr.
Vorteile: Keine Batterie, keine zu reparierenden Elektronikbausteine, bei richtiger Handhabe sehr lange Lebensdauer. Die Uhr läuft nur dann, wenn sie aufgezogen wird.
Nachteile: Eventuell ein höherer Kaufpreis, die Uhr zeigt die Zeit zuverlässig an, aber nicht so genau wie die Quarzuhr. Wird sie nicht innerhalb 2 Tagen aufgezogen, bleibt sie stehen.
UHR MIT AUTOMATISCHEM AUFZUG
Diese Uhren müssen nicht von Hand aufgezogen werden. Durch das Tragen der Uhr wird im Uhrwerk ein Rotor bewegt, dessen Drehbewegung die Feder spannt.
Vorteile:
Siehe Handaufzugsuhr.
Nachteile:
Siehe Handaufzugsuhr. Die automatischen Uhrwerke sind wegen des automatischen Aufzuges etwas höher. Bewegt der Träger einer automatischen Armbanduhr sich nur wenig, erfüllt der Aufzug nicht seine Aufgabe.
Die Quarzuhr
Sie sind die weitverbreitetsten Zeitmesser an unseren Handgelenken in der heutigen Zeit. Sie kommen in den verschiedensten Ausführungen vor. Von Kunststoffgehäusen bis Gelbgoldgehäusen, ja sogar Holz wird als Gehäusematerial verwendet.
Wie sie funktionieren:
Ihre Energie bekommen diese Uhren durch die Batterien. Die Batteriespannung regt den Quarz zum Schwingen an und diese Schwingung wird im integrierten Schaltsystem in einen Impuls umgewandelt, mit dem z.B. das Räderwerk gesteuert wird.
Vorteile:
Unkomplizierte Fertigung, verschiedene Varianten der Fertigungsqualität sind möglich, von der einfachen bis zur hochwertigen Werkausführung. Sehr genaue Zeitangabe, die Uhr läuft, solange die Batteriespannung ausreichend ist. Sehr flache und leichte Uhren sind in der Fertigung möglich. Die Uhr kann problemlos mit mehreren Zusatzfunktionen ausgerüstet werden.
Nachteile:
Die Uhren können plötzlich und unerwartet aufgrund einer leeren Batterie stehen bleiben. Wenn das Elektromodul beschädigt wird, ist es nur selten reparabel und kann nur ausgetauscht werden. Durch die Alterung des Quarzes kommt es im Laufe der Jahre zum Verlust der Ganggenauigkeit.
Die Solaruhr
Die Solaruhr funktioniert wie eine normale Quarzuhr. Der Unterschied besteht darin, dass die Uhren keine Batterien benötigen. Die Zifferblätter sind Solarzellen, die Licht in elektrische Spannung umwandeln. Diese Spannung wird in einem Energiespeicher eingelagert und dieser liefert die benötigte Betriebsspannung, die die Uhr zum Funktionieren benötigt.
Vorteile:
Es ist kein Batteriewechsel in einem vorgegeben Zeitraum notwendig. Das Abfallen der Betriebsspannung wird dem Träger optisch angezeigt. Kein unerwarteter Stillstand der Uhr ist möglich. Sollte sich der Energiespeicher entleert haben, ist dieser kurzzeitig mit intensiver Lichteinstrahlung aufzuladen.
Nachteile:
Die Lebensdauer des Energiespeichers ist nicht unbegrenzt.
Die Funkuhr
Auch die Funkuhr arbeitet wie schon die vorher beschriebene Quarzuhr. Sie ist aber wie die Solaruhr eine Weiterentwicklung der normalen Quarzuhr. Einmal am Tag empfangen die Uhren ein komplettes Zeitdiagramm von der Atomuhr in Braunschweig. Nach diesem Zeitdiagramm korrigiert die Funkuhr ihre eigene Zeit. Somit ist eine tagtägliche sekundengenaue Zeitangabe garantiert.
Vorteile:
Absolute Ganggenauigkeit, selbständige und sekundengenaue Einstellung der Uhr, selbständige Umstellung auf Sommerzeit und Winterzeit.
Nachteile:
Die absolute Ganggenauigkeit ist nur im Empfangsbereich der Uhr gewährleistet. Bei einer Funktionsstörung des Empfängers in der Uhr kann sich der Energiespeicher schnell entleeren. (Die Uhr versucht unter einem sehr hohen Energieaufwand Empfang zum Sender aufzunehmen).